2017

05
Jul

Backstube wandert in den INNOPARK

Backstube wandert in den INNOPARK

Der Start der Kitzinger Bäckerei Will war 1851. Da gab’s erste Brote in der Falterstraße.

Die Backstube platzte aber aus allen Nähten. Die Lösung: der Innopark.

Mit einer finanziellen Kraftakt hat sich die Bäckerei Will neu für die Zukunft aufgestellt: Die Backstube in der Innenstadt (Ecke  Falter- und Rosenstraße) ist in den Innopark gewandert. Dort – in der einstigen Kantine der US-Armee in der Larson Barracks – hat in der sechsten Generation geführte Familienbetrieb sein Backhaus mit 1600 Quadratmetern Fläche und nagelneuer Backtechnik bezogen – und steckt schon voll in der Produktion.

 

 

Umzug in die „Dining facility“

Innopark im nichtöffentlichen Teil. Gebäude 486: Der große Backsteinbau, den markante Edelstahl-Kaminrohre prägen, ist das neue Herz des vor 166 Jahren gegründeten Traditionsbetriebs. Über Pfingsten ist der ins neue Domizil gewandert, wo laut Inhaber Marcus Will rund 20 der insgesamt 70 Mitarbeiter tätig sind.

Der Einzug in die einstige „Dining Facility“ ist für den Bäckermeister die Lösung vieler Probleme. Vor allem der Platz fehlte in der alten Backstube an der Falterstraße. Immer mehr Mitarbeiter drängelten sich auf engstem Raum. Und die litten dann im Sommer unter großer  Hitze. Arbeitsbedingungen, die laut Will in den Zeiten des Kampfs um jeden Mitarbeiter im Handwerk, schnell zu Personalengpässen führen können.

 

Viel Platz und neue Kältetechnik

Freuen dürfen sich auch die Anlieferer und die Fahrer der Will-Fahrzeuge, die die Filialen beliefern. Am Backhaus im Innopark gibt’s Rangierplatz satt. Der Produktionsbetrieb auf den Höhen von Kitzingen hat nicht nur seine Nutzfläche vervierfacht. Das Unternehmen hat viele Anlagen neu gekauft: Backöfen und Kältetechnik sind laut Will jetzt auf dem neuesten Stand. Vor allem die Kühlkammern, die drei Mal so viel Fläche bieten wie am alten Standort, sollen die Nacharbeit verkürzen und den Backprozess stärker Richtung Tag verschieben: „Wir wollen einfach die Frische erhöhen“, sagt Marcus Will.

 

„Wir wollen keine Großbäckerei werden“

Die gestiegenen Backkapazitäten sollen aber nichts an der handwerklichen Ausrichtung des Traditionsbetriebs verändern: „Wir wollen keine Großbäckerei werden“, betont Ehefrau Katja Will.

Die Bäckerei bleibe ein bodenständiger Betrieb, der alle seine Produkte selber mache, mit regionalen Rohstoffen und handwerklichem Geschick.

Trotzdem hat der Familienbetrieb in der viermonatigen Umbauzeit im neuen Backhaus viel Geld in eine moderne Zukunft gesteckt. Marcus Will spricht von einem „hohen sechsstelligen Betrag“, den der Umbau in der einstigen Kantine schlang und in der neuen Backtechnik steckt, aber auch energetische Extras.

So würden rund 40 Prozent der Wärmeenergie aus dem Backprozess zurückgewonnen. Die gehe komplett ins Warmwasser und werde in Teilen in der Heizanlage landen. Energie sparen auch die neuen Öfen, die Will zufolge 30 Prozent weniger Brennstoff brauchen und damit die Ökobilanz der Bäckerei verbessern.

 

Die Idee von der gläsernen Backstube

Mit dem Umzug der Backstube werden in der Falterstraße, wo der Laden und die Verwaltung weiter ihren Sitz haben, rund 400 Quadratmeter räumliche Kapazitäten frei. Um die kreisen schon einige Ideen. Will denkt über ein Erlebnis-Café nach, „so eine Art gläserne Backstube“.

 

Noch ein wenig Zukunftsmusik sind auch Pläne, die neue Backstube im geschlossenen Teil des Innoparks bekannt zu machen. Betriebsführungen seien auf Wunsch möglich, erklärt Will. Mehr Öffentlichkeit verspricht er sich allerding von einem Tag der offenen Tür, der für Anfang 2018 geplant sei und der – auch im neuen Backhaus – Wills Leitspruch verdeutlichen soll: „Wir machen alles selbst“.

QUELLE: MainPost

16
Jun

Südkoreanischer Umweltaktivist GwanSup Lim zu Gast bei der OPVIUS GmbH im INNOPARK Kitzingen

Kitzingen, DeutschlandDer 26-jährige GwanSup Lim aus Südkorea hat sich voll und ganz dem Umweltschutz verschrieben. Im Rahmen der von ihm gegründeten Initiative „GET; Green Enterprise Travel“, bereist der Journalist für insgesamt fünf Monate die Welt. Sein Ziel ist es verschiedenste Unternehmen zu besuchen, die sich in besonderer Art und Weise mit dem Thema Umweltschutz beschäftigen, um herauszufinden was erfolgreiche Unternehmen im Bereich der Umttechnologien ausmacht und antreibt.

Ende Mai war er dazu Gast bei der OPVIUS GmbH im INNOPARK in Kitzingen. Die OPVIUS GmbH – vormals bekannt als BELECTRIC OPV – ist der Marktführer im Bereich organischer Fotovoltaik und fokussiert sich vor allen Dingen auf den Bereich der gebäudeintegrierten Fotovoltaik, also Fotovoltaik, die in Fassaden von Gebäuden zum Einsatz kommt und sich im Gegensatz zu klassischer Fotovoltaik durch Freiheit in Farbe und Form auszeichnet.

Bekannt wurde das 2012 gegründete Kitzinger Unternehmen unter anderem durch die Solarinstallation des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2015 in Mailand. Seitdem ist OPVIUS mit Projekten im In- und Ausland vertreten, so z.B. für die Afrikanische Union in Addis Abeba, Äthiopien, aber auch auf der kürzlich eröffneten Landesgartenschau im thüringischen Apolda, für die Fotovoltaik-Schirme auf der Außenhaut des Thüringer Klimapavillon installiert wurden.

Durch die so hervorgerufene internationale Aufmerksamkeit ist Herr Lim auf OPVIUS aufmerksam geworden und bat im Rahmen seiner Weltreise um einen Besuchstermin. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse wird er in seinem Blog veröffentlichen und letztlich in einem Buch zusammenfassen.

Diese spannende Geschichte hat uns dazu bewogen Herrn Lim ebenfalls um ein Interview zu bitten und uns zu schildern wie er zu seiner Idee kam und was er bisher erlebt hat.

Das Interview mit Herrn Lim führte Anna-Lena Luckert.

 

Herr Lim, herzlich willkommen im INNOPARK in Kitzingen. Ich hoffe Sie hatten eine gute Anreise?

Vielen Dank für die Nachfrage, ich bin mit der Bahn aus München angereist, wo ich die Intersolar Messe besuchen werde. Die Anreise war für mich etwas überraschend: die meisten der von mir ausgewählten bzw. besuchten Firmen sind in Großstädten angesiedelt. Daher war ich etwas irritiert, als ich am Bahnhof in Kitzingen angekommen bin. Auch der INNOPARK ist anders als die typischen Industriekomplexe. Aber auf den ersten Blick gefällt es mir sehr gut: es ist hier alles sehr schön grün.

 

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft uns an Ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Was mich aber zunächst interessieren würde: Warum widmen Sie sich dem Umweltschutz in dieser intensiven Art und Weise?

Mein Vater liebt das Klettern und hat mich von klein auf mitgenommen. Mit etwa 13 Jahren konnte ich seine Faszination für diese Sportart das erste Mal nachvollziehen. Die Verbundenheit mit der Natur und deren Einzigartigkeit hat mich seit damals nicht mehr losgelassen. Nach meiner Schule habe ich für kurze Zeit Architektur studiert. Gebäude und die Natur in Einklang zu bringen war dabei mein Ziel. Kurz darauf habe ich mich jedoch wieder ganz dem Umweltschutz gewidmet. Feinstaub ist vor allem in asiatischen Städten wie Peking oder auch in Indien ein großes Problem. Ich möchte dazu beitragen die Emissionen dort zu reduzieren und den Umweltschutz vorantreiben.

 

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Reise?

Durch meine Reise lerne ich viele neue Unternehmen, Kulturen und deren Beitrag zum Umweltschutz kennen. Ich möchte diese Firmen, welche ich während der 5 Monate kennenlernen darf, in Asien bekannt machen. Es ist essentiell wichtig, nicht nur die Notwendigkeit des Umdenkens, sondern direkt die Möglichkeiten aufzuzeigen, welche die einzelnen Unternehmen und Projekte bieten, um eine grünere Welt zu schaffen.

 

Welche Länder haben Sie während Ihrer Tour bereits besucht und welche werden Sie in den restlichen Monaten noch bereisen?

Bisher war ich in Großbritannien und Deutschland. Nach meinem Aufenthalt in München werde ich weiter in die Niederlande reisen. Daran schließen sich Italien, Nordeuropa und die USA an. Am Ende führt mich meine Tour nach China. Der Fokus liegt dort jedoch weniger darauf besonders „grüne“ Unternehmen zu finden, sondern verstärkt auf der Verdeutlichung, wie stark die Unternehmen die Umwelt verschmutzen und welche Lösungen es dafür gibt.

 

Welches Unternehmen war das bisher interessanteste auf Ihrer Reise?

Besonders interessant finde ich die Unternehmen, welche es nicht darauf abgesehen haben Geld zu verdienen, sondern sich vor allem im Forschungs- und Entwicklungsbereich bewegen. Dabei beziehe ich mich vor allem auf „Energy Blockchain“ und „Grid Decentralization“, also die Themen der Dezentralisierung der Stromversorgung und des privaten Verkaufs von selbsterzeugter Energie ohne zwischengeschaltete Intermediäre.

 

Warum haben Sie OPVIUS als Stopp auf Ihrer Reise ausgewählt?

Während meiner Recherchen nach Solar-Unternehmen im Vorfeld der Reise bin ich auf OPVIUS gestoßen. Dabei ist mir vor allen Dingen die Produktion ohne Silizium aufgefallen. Dieses ist in der Weiterverarbeitung sehr schädlich für die Umwelt und wird trotz alledem in klassischen Photovoltaikanlagen verwendet. Der Verzicht auf Silizium bei der OPVIUS GmbH ist dabei ein deutliches Zeichen, dass Solar-Energie auch ohne umweltschädliche Substanzen generiert werden kann.

 

Welches Erlebnis hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Bis jetzt ist mir die Thematik der „Energy Blockchain“ am meisten im Gedächtnis geblieben, welche ich auf der Hannover Messe genauer kennenlernen konnte.

 

Welches sind die aus Ihrer Sicht größten Unterschiede zwischen Deutschland und Südkorea im Bereich Umweltschutz?

Grundsätzlich gibt es sehr große Unterschiede zwischen Europa und Asien. In Europa gibt es beispielsweise bereits Gesetzesvorschläge, nach denen bis zum Jahr 2025 60% der eingesetzten Plastikverpackungen recycelt werden sollen. Diesen starken Einsatz zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz gibt es in Asien nicht.

 

Was nehmen Sie von Ihrer Reise mit für Ihre Arbeit in Südkorea?

Ich möchte die Welt grüner und besser machen. Mit Hilfe meiner Eindrücke und der vielen Kontakte die ich während meiner Reise sammeln kann möchte ich, zusätzlich zu meinen Berichten, ein Buch veröffentlichen. Dies möchte ich auch nutzen, um die Unternehmen, welche ich während meiner Tour besuchen durfte, vor allem im asiatischen Markt bekannt zu machen.

 

Haben Sie für die Zukunft bereits weitere Projekte in dieser Art geplant?

Für die Zukunft habe ich noch nichts in diese Richtung geplant, aber ich erhalte viele Anfragen über mein Projekt. Einige haben es bereits in ähnlicher Art und Weise kopiert. Das ist für mich jedoch schön zu sehen, da ich so dessen Tragweite sehe.

 

Sehr geehrter Herr Lim – vielen Dank für das Interview und wir wünschen Ihnen eine gute Weiterreise.

 

Der südkoreanische Umweltaktivist GwanSup Lim zu Gast im INNOPARK in Kitzingen mit seiner Gastgeberin Anna-Lena Luckert.

Bild 1: Der südkoreanische Umweltaktivist GwanSup Lim zu Gast im INNOPARK in Kitzingen mit seiner Gastgeberin Anna-Lena Luckert.

 

 

Berichterstattung über Herrn Lims Aktivitäten aus der südkoreanischen Presse

Bild 2: Berichterstattung über Herrn Lims Aktivitäten aus der südkoreanischen Presse.

 

 

 

Weiterlesen …

03
Mai

Deutsche Spitzenforschung zu Gast im INNOPARK

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundvorhabens „OPVcaps – Entwicklung einer industrietauglichen Hochbarriere-Folie zur Verkapselung von organischen Photovoltaik (OPV)-Modulen“, kamen am Mittwoch, den 11.04.2017 Vertreter aus Industrie und Forschung zu Ihrem regelmäßigen, halbjährlichen Statustreffen zusammen.

Die Projektpartner Merck Performance Materials, Papierfabrik Louisenthal GmbH, OPVIUS GmbH, das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP und das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. tauschten sich im Rahmen des Treffens zu ihren neuesten Projektfortschritten und ‑erkenntnissen im INNOPARK aus. Unterstützt wurden sie dabei vom Projektträger Jülich.

Die OPVIUS GmbH als einer der Projektpartner des Vorhabens hat ihren Sitz neben Nürnberg auch im INNOPARK in Kitzingen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Firmen im Bereich organischer Photovoltaik und nutzt mit seiner Standortwahl das große Potenzial des INNOPARK.

„Die individuelle Raumgestaltung spielt für uns eine wichtige Rolle. So können wir neben Büroflächen auch Laboreinrichtungen und Produktionsmöglichkeiten innerhalb eines Gebäudes nutzen, ohne einzelne Bereiche nach außen zu verlagern“, so Dr. Sebastian Meier, Director R&D von OPVIUS. „Darüber hinaus können wir auch weitere Räumlichkeiten, wie Besprechungsräume im INNOPARK, nutzen, die uns Veranstaltungen wie das Statustreffen mit unseren Partnern und dem BMWi ermöglichen.“

Michael Klos, Leiter des INNOPARK fügt hinzu: „Für uns steht eine größtmögliche Flexibilität für die ansässigen Unternehmen im Vordergrund. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Konzept die Anforderungen und Wünsche der Firmen treffen und sie so bestmöglich unterstützen können.“

Deutsche Spitzenforschung zu Gast im INNOPARK

10
Jan

Neueröffnung Restaurant ATRIA

Wir wünschen Ihnen hiermit ein frohes neues Jahr und möchten uns recht herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken.


Ein neues Jahr bringt nicht nur neue Vorsätze, es bringt auch Veränderungen mit sich.
Seit dem 09.01.2017 hat das Restaurant ATRIA in unserem alten Offizierscasino eröffnet (Gebäude 26 - öffentlicher Bereich) und lädt bei guter deutscher Küche zum Verweilen ein.